Damen Konfektionsgröße bestimmen: worauf es ankommt

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Die Damen Konfektionsgröße ist die genormte Kleidergröße, die aus Oberweite, Taille und Hüftumfang berechnet wird und in Deutschland meist als gerade Zahl zwischen 32 und 58 angegeben wird. Für eine Normalgröße gilt vereinfacht: Oberweite in Zentimetern halbieren und rund 6 abziehen. Wer korrekt Maß nimmt, findet seine Größe zuverlässiger als durch Anprobe allein.

Was ist die Damen Konfektionsgröße überhaupt?

Die Konfektionsgröße ist eine standardisierte Zahl für Serienkleidung, die vom Körpermaß abgeleitet wird. “Konfektion” bezeichnet dabei industriell gefertigte Kleidung in festen Größenstufen, im Gegensatz zur Maßanfertigung.

In Europa richtet sich die Größenkennzeichnung nach der Norm EN 13402, die einheitliche Maße für Bekleidung festlegt. Details dazu finden sich in der Übersicht zu Kleidergrößen auf Wikipedia.

Wichtig ist: Die Nummer allein sagt wenig, wenn du deine tatsächlichen Umfänge nicht kennst. Zwei Frauen mit gleicher Größe 44 können sehr unterschiedlich gebaut sein.

Wie ermittle ich meine Damen Konfektionsgröße richtig?

Du ermittelst deine Damen Konfektionsgröße, indem du Oberweite, Taille und Hüftumfang mit einem Maßband misst und die Werte mit einer Größentabelle vergleichst. Der größte der drei Umfänge bestimmt am Ende die Größe.

So nimmst du korrekt Maß

Miss über dünner Kleidung oder direkt auf der Haut, stehe aufrecht und atme normal. Das Maßband liegt waagerecht an, ohne einzuschnüren.

  • Oberweite: an der stärksten Stelle der Brust messen.
  • Taille: an der schmalsten Stelle über dem Bauchnabel.
  • Hüfte: an der breitesten Stelle des Gesäßes.

Notiere alle drei Werte in Zentimetern. Aus diesen Zahlen liest du in der Tabelle deine passende Größe ab.

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Die Faustformel für Normalgrößen

Für eine Normalgröße gilt: Oberweite in Zentimetern durch 2 teilen und etwa 6 abziehen. Bei 100 cm Oberweite ergibt das rechnerisch Größe 44. Diese Formel ist ein Startpunkt, ersetzt aber nicht den Blick auf Taille und Hüfte.

Welche Maße gehören zu welcher Konfektionsgröße?

Die folgende Tabelle zeigt Richtwerte für deutsche Damen-Normalgrößen. Marken weichen bis zu einer halben Größe ab, weshalb die Werte als Orientierung dienen.

Konfektionsgröße Oberweite (cm) Taille (cm) Hüfte (cm)
38 88–91 72–75 96–99
40 92–95 76–79 100–103
42 96–99 80–83 104–107
44 100–103 84–87 108–111
46 104–107 88–91 112–115
48 108–112 92–96 116–120
50 113–117 97–101 121–125
52 118–122 102–106 126–130

Liegt dein Wert zwischen zwei Größen, wähle bei Oberteilen die kleinere, bei Hosen und Kleidern die größere Stufe. So sitzt die Kleidung an der kritischen Stelle nicht zu eng.

Was bedeuten Kurz-, Normal- und Langgrößen?

Neben der Normalgröße gibt es Kurz- und Langgrößen, die die Körperhöhe berücksichtigen. Sie passen die Proportionen an, ohne die Umfänge zu verändern.

  • Normalgröße (36–52): für eine Körpergröße um 168 cm.
  • Kurzgröße (18–27): halbierte Normalgröße für Frauen bis etwa 160 cm.
  • Langgröße (72–108): verdoppelte Normalgröße für Frauen ab etwa 176 cm.

Kurzgröße 22 entspricht also der Normalgröße 44 bei kleinerer Körperhöhe. Wer diese Systematik kennt, findet Hosen mit passender Länge deutlich schneller.

Warum passt die gleiche Größe bei jeder Marke anders?

Weil viele Hersteller mit eigenen Schnittvorlagen arbeiten und kein Gesetz eine exakte Größenzuordnung vorschreibt. Die EN 13402 ist eine Empfehlung, keine Pflicht.

Zusätzlich sorgt das sogenannte “Vanity Sizing” dafür, dass Größen über die Jahre großzügiger ausfallen. “Vanity Sizing” bezeichnet das bewusste Kleiner-Etikettieren von Kleidung, damit Kundinnen sich in einer kleineren Zahl wiederfinden. Hintergründe dazu erklärt der englischsprachige Wikipedia-Artikel zu Vanity Sizing.

Deshalb lohnt sich der Blick in die markenspezifische Größentabelle im Onlineshop statt der reinen Zahl auf dem Etikett.

Wie finde ich als kurvige Frau die richtige Größe?

Als kurvige Frau orientierst du dich am größten deiner drei Umfänge und wählst Schnitte, die diesen Bereich bequem umschließen. Häufig ist das die Hüfte, seltener die Taille.

Große Größen ab 44 fallen bei manchen Marken enger aus, weil die Schnitte einfach vergrößert statt neu berechnet werden. Passform und Material sind dann wichtiger als die Zahl. Mehr dazu liest du im Ratgeber Curvy Frauen: Mode, die Figur und Stil verbindet.

Bei Hosen kommt es besonders auf den Unterschied zwischen Taille und Hüfte an. Praktische Hinweise findest du in unseren Tipps zur Jeans-Auswahl für kurvige Frauen.

Welche Größe brauche ich für welchen Anlass?

Die Konfektionsgröße bleibt gleich, aber der passende Schnitt hängt vom Anlass ab. Bei figurbetonter Anlasskleidung solltest du eher die größere Stufe wählen.

Für ein festliches Ereignis hilft dir unser Ratgeber zum Hochzeitsgast-Outfit für mollige Damen, während du für den Sommer Inspiration im Beitrag zum Festival-Outfit für curvy Damen findest.

Konfektionsgröße in andere Systeme umrechnen

Beim Onlineshopping triffst du oft auf internationale Größen. Die folgende Übersicht hilft beim Umrechnen deutscher Damen-Größen.

Deutschland (DE) EU UK US International
38 36 10 8 S–M
40 38 12 10 M
42 40 14 12 L
44 42 16 14 L–XL
46 44 18 16 XL
48 46 20 18 XXL

Deutsche und EU-Größen unterscheiden sich meist um zwei Stufen. Prüfe im Zweifel immer die Zentimeterangaben, nicht nur die Buchstaben.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie berechne ich meine Damen Konfektionsgröße?

Miss zuerst Oberweite, Taille und Hüftumfang mit einem Maßband. Für eine Normalgröße teilst du die Oberweite in Zentimetern durch zwei und ziehst etwa sechs ab. Bei 96 cm Oberweite ergibt das rechnerisch Größe 42. Vergleiche das Ergebnis anschließend mit Taille und Hüfte und wähle die Größe, die den größten Umfang bequem aufnimmt.

Was bedeutet Kurzgröße bei der Damen Konfektionsgröße?

Die Kurzgröße ist die halbierte Normalgröße und richtet sich an Frauen bis etwa 160 cm Körperhöhe. Kurzgröße 21 entspricht der Normalgröße 42 mit angepasster Länge. Die Umfänge bleiben gleich, verkürzt werden Ärmel, Bein- und Rumpflänge. So passen Hosen und Ärmel ohne aufwendiges Ändern.

Warum fällt meine Konfektionsgröße bei jeder Marke anders aus?

Hersteller nutzen eigene Schnittvorlagen, und die europäische Norm EN 13402 ist nur eine Empfehlung. Zusätzlich fallen Größen durch Vanity Sizing über die Jahre großzügiger aus. Deshalb kann dieselbe Zahl je nach Marke bis zu einer halben Größe abweichen. Verlasse dich beim Onlinekauf auf die konkrete Zentimeter-Tabelle des Shops.

Welche Größe wähle ich, wenn ich zwischen zwei Größen liege?

Liegst du zwischen zwei Größen, entscheidet das Kleidungsstück. Bei Oberteilen wählst du eher die kleinere Stufe für einen sauberen Sitz, bei Hosen, Röcken und Kleidern die größere, damit Taille und Hüfte nicht spannen. Bei kurvigen Figuren gibt in der Regel der größte Umfang den Ausschlag.

Fazit

Deine Damen Konfektionsgröße bestimmst du am zuverlässigsten mit dem Maßband und einer Größentabelle, nicht mit dem Etikett im letzten Kleidungsstück. Oberweite, Taille und Hüfte sind die entscheidenden drei Werte, und der größte davon führt zur richtigen Größe. Kennst du diese Zahlen, kaufst du sicherer ein – online wie im Laden. Nimm dir fünf Minuten, miss nach und stöbere dann in unseren Ratgebern für figurschmeichelnde Schnitte, die zu deiner Größe passen.

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